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Die syrische Revolution lebt

Am 11. März 2011 kam es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima zum Supergau: 573 Menschen starben, 160.000 Menschen mussten fliehen. In Deutschland hatte die Katastrophe drastische und unmittelbare Auswirkungen auf die Politik. Zur gleichen Zeit gingen in Syrien die Menschen friedlich auf die Straße und demonstrierten für Freiheit und Demokratie. Das Ergebnis: Hunderttausende Tote, Millionen auf der Flucht, ganze Städte zerstört. Politisches Umdenken in Deutschland? Von wegen! Eine Gruppe von Aktivist*innen will dies ändern und fordert die deutsche Hauptstadt zum 8. Jahrestag mit einer Großdemo heraus. 

 

Berlin, 13. März 2019 – Am achten Jahrestag der Revolution wollen syrische, deutsche und internationale Aktivisten die Forderungen des syrischen Volkes bekräftigen, das seit acht Jahren einen gerechten, integrativen und freien Staat in Syrien fordert. Aktivist*innen aus ganz Deutschland haben sich dafür zusammengeschlossen und gemeinsam eine große Demonstration am 16. März geplant, zu der wir Sie herzlich einladen. 

 

 

Programm: 

 

14:00  Start und Eröffnungsrede durch Anas al Basha Weitere Reden von Wafa Mustafa (Families for Freedom) und Anwar al Bouni (Center for Legal Research and Studies) sowie musikalische Begleitung  

 

15:00  Zug zum Brandenburger Tor Halt an der russischen Botschaft und Rede der russischen Aktivistin Larissa Bogacheva  

 

16:00 Ankunft am Brandenburger Tor Reden der syrischen Aktivistin Aicha el-Saleh und von Adopt a Revolution Aufführungen: “Die Geschichte der Revolution” und “Städte unter Bombenangriffen”  Singing: Moh Kahlawi  

 

18:00 Ende 

 

 

Die Veranstaltung richtet sich zudem gegen viele neue Gesetze und Richtlinien für in Deutschland lebenden Syrer*innen, beispielsweise:  

 

Rückkehr der Flüchtlinge 

 

Viele deutsche und internationale Medienberichte deuten an, dass eine hohe Zahl an Menschen, insbesondere aus Jordanien und dem Libanon, bereits nach Syrien zurückgekehrt sei. Das erweckt fälschlicherweise den Eindruck, eine Rückkehr sei für die Menschen sicher. Dabei waren viele wegen der schrecklichen Lebensumstände in den Flüchtlingslagern gezwungenermaßen zurückgekehrt. Viele der Rückkehrer*innen wurden in Syrien direkt verhaftet und/oder in der Zwischenzeit enteignet und haben dort nun ebenfalls keine Lebensgrundlage mehr.   

 

Wiederaufbau 

 

Das Assad-Regime und seine Verbündeten Russland und Iran rufen die westlichen Mächte auf, den Wiederaufbau in Syrien zu finanzieren. Wir stellen uns dagegen, denn jeder Fonds, der für den Wiederaufbau in Syrien in Frage kommt, wird zur Finanzierung der Sicherheits- und Militärapparate, Milizen und Milizen verwendet und durch Korruption verschwendet. Darüber hinaus fehlt den internationalen Agenturen noch immer der Mechanismus, um das Geld zu verfolgen und seinen Einsatz zu überwachen, insbesondere in den von Russland und dem Assad-Regime kontrollierten Gebieten. 

 

Waffenstillstand in Idlib 

 

Mit zunehmenden Luftangriffen des Regimes gegen die Gebiete der Nordhamas müssen sich die Garanten des Waffenstillstands in Nordsyrien, Iran, Türkei und Russland an die Umsetzung ihres Abkommens halten. Obwohl man davon ausgehen kann, dass Nord Hama und die Provinz Idlib von radikalen Gruppen dominiert werden, ist diese Region jedoch Gastgeber für mindestens zwei Millionen Syrer und zivilgesellschaftlicher Gruppen, darunter Binnenvertriebene mit der Mehrheit von Frauen und Kindern. 

 

Finanzierung von NGOs in Nordsyrien 

 

Wie bereits erwähnt, passen die wichtigsten internationalen Unterstützer des syrischen Volkes ihre Politik an und verringern ihre finanzielle Unterstützung für viele Nachhaltigkeitsprojekte wie Krankenhäuser, Schulen, humanitäre Hilfe, Medien und andere Sektoren. Obwohl wir die Komplexität der Situation in Nordsyrien verstehen, fordern wir die Länder auf, zivilgesellschaftliche NGOs und zivile Initiativen nördlich von Syrien nicht aufzugeben und ihre Entscheidung aus zwei Hauptgründen zu überdenken: 1. Jeder Rückgang der Mittel wird Hunderttausenden Menschen der Grundversorgung berauben und sie auf der verzweifelten Suche nach besseren Lebensbedingungen zur Flucht zwingen. 2. Der Mangel an Grundversorgung im Gesundheitswesen, Nachhaltigkeit und Arbeitslosigkeit wird viele Jugendliche dazu bringen sich radikalen Gruppen anzuschließen, was wir durch diese Nachhaltigkeitsprojekte und Nachhaltigkeit zu verhindern versuchen. 

 

 

 

Pressekontakt: Majid Albunni, E-Mail: majid.albunni@gmail.com, +49 (0)157 78675866 

 

 

 

Wir sind eine Gruppe von syrischen Aktivist*innen, internationaler Freund*innen und Unterstützer*innen, die folgende Ziele verfolgen:  1. Eine umfassende politische Lösung mit einer transnationalen Regierung in Syrien. 2. Kriegsverbrecher in Syrien werden zur Verantwortung gezogen. 3. Die Schicksale der Zehntausenden Inhaftierten und gewaltsam verschwundenen Personen, insbesondere durch das Assad-Regime, werden aufgeklärt. 4. Es wird ein sicheres Umfeld für die Ausübung demokratischer Werte geschaffen.  5. Sicherstellung, dass die Syrer*innen die Führung bei der Entscheidung über das Schicksal ihres Landes übernehmen und alle Arten von Besatzung und militärischer Präsenz beenden, die ohne den Konsens des syrischen Volkes stattfanden. 

 

The Syrian Revolution is still alive

On 11 March 2011, the Fukushima nuclear power plant in Japan was the scene of a meltdown. 573 deaths have been certified as “disaster-related”, 160.000 people had to flee. In Germany, the disaster had a drastic and immediate impact on politics. At the same time, people in Syria took to the streets peacefully, demonstrating for freedom and democracy. The result: Hundreds of thousands dead, millions fleeing, entire cities destroyed. Political rethinking? No chance! A group of activists wants to change this and challenges the German capital on the 8th anniversary. 

 

Berlin, 13 March 2019 – On the eighth anniversary of the revolution, Syrian, German and international activist from all over Germany want to reaffirm the demands of the Syrian people, who sought and are seeking a just, inclusive and free state in Syria. The activists have joined forces and planned a major demonstration on 16 March, to which we cordially invite you.